Zuletzt aktualisiert am 31. Juli 2015 um 22:13
Während ich seit Tagen meine O-Töne aus Belfast verschrifte, die Fotos von dort bearbeite und die ersten Reportagen schreibe, hat mich eine spannende Begegnung mitten ins Bielefelder Lokalgeschehen katapultiert. Stefan Brams, der freundliche Kulturchef der Bielefelder Regionalzeitung „Neue Westfälische“ hat über den Sommer Bürgerinnen und Bürger der Stadt zum Gespräch über die Zukunft der Stadt „ins Holzhaus“ eingeladen.
Als ich das Angebot im Juli gesehen hatte, habe ich mich gerne gemeldet. Nach (mit Unterbrechungen) 32 Jahren in der heimlichen Hauptstadt das vermeintlichen Niemandslands zwischen Dortmund und Hannover fällt mir doch einiges zu dieser Stadt ein. Eine gute Gelegenheit, dies nun dem Redakteur und damit der Bielewelt kund zu tun.
Das Holzhaus, ein Kunstwerk japanischen Architekten Sou Fujimoto, steht seit einigen Jahren im Bielefelder Kunsthallenpark. Vor dem strömenden Regen haben wir uns mit Schirmen und Sitzkissen unter das Plexiglasdach des inzwischen auch von innen nass gewordenen Kunstwerks zur Plauderei über Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit der freundlichen Baustelle am Teutoburger Wand verkrochen. Die Fotografin hatte alle Mühe, uns in der Enge passend vor die 24mm-Linse zu bekommen. Für mich war es ein völlig neues Gefühl, selbst interviewt und fotografiert zu werden. Das kenne ich sonst nur aus der Perspektive des Fragenden und Knipsenden.
P.S.: Dass unsere Stadt „schlecht verwaltet“ wird (wie die Zwischenüberschrift behauptet) habe ich nicht gesagt.
Wirklich gutes Stadtmanagement sehe ich hier allerdings auch nicht ;-).
mit herzlichem Dank an die Redaktion: 2014_08NW_Holzhausgespraech
Bewirkt hat die Veröffentlichung schon etwas: Gleich heute Morgen hat mich der Vorsitzende des Fördervereins der Bielefelder Kunsthalle angeschrieben. Er möchte gerne mit mir sprechen. Mache ich natürlich gerne. Ich bin sehr gespannt auf das Gespräch….