Nach dem Abi erst mal raus. Viele vor allem junge Leute wollen die Welt entdecken und dabei etwas „Sinnvolles“ tun. Mit einem Freiwilligendienst im Ausland – zum Beispiel im von der Bundesregierung geförderten „Weltwärts„-Programm – lässt sich beides verbinden. Allein 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, sind mehr als 7.000 junge Frauen und Männer zu einem Freiwilligendienst nach Afrika, Lateinamerika oder Asien aufgebrochen.
Zur Bereicherung für die Freiwilligen und die Projekte wird der Dienst im Ausland nur nach guter Vorbereitung. Fachleute kritisieren, dass viele Freiwilligendienste nur den ohnehin schon privilegierten Teilnehmenden aus dem Norden nutzen.
Tipps für einen Freiwilligendienst im Ausland:
- Überlegt Euch genau, was ihr machen wollt und was Eure Stärken sind, die ihr im Freiwilligendienst einbringen könnt.
- Sucht Euch eine gemeinnützige, nicht kommerzielle Organisation, die Euch gut auf den Einsatz vorbereitet und vorab genau erklärt, was ihr in Eurer Einsatzstelle machen werdet.
- Beschäftigt Euch vorher intensiv mit dem Land, in das ihr ausreist und versucht, die Basics der Sprache vorher zu lernen.
Mein WDR5-Radiofeature zum Thema könnt ihr Euch hier anhören:
Weltwärts ist Deutschlands größtes Programm für Freiwilligendienste im globalen Süden, also den sogenannten Entwicklungsländern sowie in Osteuropa. Seit Start des Programms vor 14 Jahren sind rund 42.000 junge Leute zu einem Weltwärts-Freiwilligendienst ausgereist. Glaubt man einer Befragung der Organisatoren, waren 2019 94 Prozent von ihnen mit ihren Erfahrungen zufrieden oder sehr zufrieden.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit BMZ zahlt drei Viertel der Kosten. Den Rest übernehmen die Entsendeorganisationen. Das sind deutsche Vereine und Organisation, die die Auslandseinsätze vermitteln und begleiten.
Kostenlos für die Freiwilligen
Wer einen Freiwilligendienst im Ausland machen möchte, bewirbt sich bei einer der Entsendeorganisationen. Chancen haben junge Leute zwischen 18 und 28 mit Schulabschluss und Wohnsitz in Deutschland. Bewerber und Bewerberinnen mit einer Behinderung dürfen bis zu 35 Jahre alt sein.
Für die Teilnehmenden ist das Programm kostenlos. Sie bekommen Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Versicherungen bezahlt. Vor Ort kümmern sich Mentorinnen und Mentoren um die Freiwilligen.