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Slowenien: Kultur statt Kommerz

Zuletzt aktualisiert am 4. August 2017 um 19:44

02.12.2011 (Die Presse)

Maribor/Marburg, Europäische Kulturhauptstadt2012. Die freie Kulturszene klagt  über mangelnde Unterstützung und zu wenig Platz.

 „Hier könnte es sein.“ Tapiwa Chapo zeigt auf eines der vielen leer stehenden Häuser in der Unterstadt von Maribor. Seine Stimme übertönt nur mit Mühe den Verkehrslärm der breiten Straße, die vom Hauptplatz vorbei am ältesten Viertel der Stadt in das Quartier mit den vielen zweistöckigen verfallenden Häusern aus der k.u.k. Zeit führt. Die Bäckerei gegenüber hat geöffnet, die Werkstatt daneben wie viele andere Läden hier längst geschlossen. Von den grauen Fassaden bröckelt der Putz. Einige der für Maribor so typischen roten Ziegeldächer sind eingestürzt. Tapiwa ist Maler und Bildhauer.   mehr

Von Robert B Fishman

freier Journalist, Autor (Hörfunk und Print), Fotograf, Moderator, Reiseleiter und mehr

Eine Antwort auf „Slowenien: Kultur statt Kommerz“

Fast immer enden solche supranational (also z.B. EU-) finanzierten Einmal-Veranstaltung so, dass die Städte oder Regionen danach eine Infrastruktur haben, die sie ohne den Event nicht aufgebaut hätten, dann aber nicht selbst finanzieren können oder nur um den Preis, anderen ehrwürdigen Traditionen stattdessen den Geldhahn abzudrehen. Am Ende steht statt Herausstreichen der eigenen Individualität eine weitere Vereinheitlichung nach globalen Standards.

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